Abschnitt 4 von 8

Tischzuteilung

Der eigentliche Unterschied zu einem Reservierungsbuch: Tafel zählt nicht Plätze, sondern verteilt Tische. Was dabei passiert, ist hier offengelegt – ein Automat, dessen Entscheidung man nicht nachvollziehen kann, wird nicht benutzt.

Was gesucht wird

Der Tisch, der am wenigsten kostet. Nicht der erste freie: ein Paar auf dem Zehnertisch ist eine freie Entscheidung um halb sieben und ein Problem um halb neun.

Was in die Bewertung eingeht

Angabe Was sie bedeutet
Passgenauigkeit Je weniger Plätze über der Gruppengröße bleiben, desto besser. Vier Personen an einem Vierer schlägt vier Personen an einem Achter.
Vorlieben des Tisches bevorzugt ab und bevorzugt bis wirken als Aufschlag, nicht als Verbot. Der Tisch wird gemieden, solange es Alternativen gibt.
Wünsche des Gastes Merkmale aus dem Freitext — Fenster, Nische, barrierefrei. Ein erfüllter Wunsch macht den Tisch günstiger, ein unerfüllbarer schließt ihn nicht aus.
Zusammenschieben Mehrere Tische zusammenzuschieben ist teurer als ein passender Einzeltisch — es kostet Arbeit und bringt die Aufstellung durcheinander. Erlaubt nur innerhalb einer Tischgruppe und nur zwischen unmittelbaren Nachbarn.
Fest zusammengestellt Zwei Zweier, die zusammenstehen, gehören zusammen. Sie einzeln zu belegen ist erlaubt, kostet aber — sonst geht der Vierer für die Gesellschaft um neun verloren.
Beistelltische Was die Tischgruppe an Beistelltischen hergibt, wird eingerechnet, wenn es sonst nicht reicht.

Wie lange ein Tisch belegt ist

Sitzdauer nach Gruppengröße plus Umdeckzeit. Beides steht unter Regeln. Für vier Personen mit den Vorgabewerten heißt das: 90 Minuten sitzen, 15 Minuten herrichten – der Tisch ist ab 19:00 Uhr bis 20:45 Uhr nicht neu vergebbar.

Umsetzen statt absagen

Findet sich kein Platz, gibt Tafel nicht sofort auf. Es prüft, ob sich durch Verschieben bereits gebuchter Gesellschaften ein Platz ergäbe – und schlägt das vor, mit Begründung. Zwei Regeln dabei:

  • Wer in der nächsten Stunde kommt, wird nicht mehr umgesetzt. Er hat die Bestätigung im Telefon und ist unterwegs.
  • Der Vorschlag wird ausgeführt oder verworfen, nie halb. Entweder alle Züge greifen, oder es bleibt beim alten Stand.

Wenn nichts geht

Dann bleibt die Reservierung eingegangen und steht unter Zu entscheiden – mit dem Grund. Der Gast bekommt keine Absage, sondern die Nachricht, dass es gerade eng ist und sich jemand meldet. Das ist der Punkt, an dem ein Mensch besser entscheidet als eine Regel.

Von Hand eingreifen

Im Belegungsplan lässt sich jede Gesellschaft auf einen anderen Tisch setzen, und jeder Tisch für einen Zeitraum sperren – Reparatur, reserviert für Stammgäste, kaputte Heizung. Gesperrte Zeiten sind für die Automatik nicht vorhanden.